Ja, schon wieder Sonntag: schon wieder der Tag an dem Lindenstraße kommt und schon wieder der Tag bevor die Mühlen des Alltags uns durch die Woche mahlen.
Eigentlich ein entspanntes und sehr gemütliches Wochenende mit dem Hasen-Mann mit nur einem wirklichen Ziel vor Augen: der Käse-Markt in den neuköllner Markthallen.
Nachdem ich Samstag mittelleicht lädiert, nach Arbeitskollegen-Bier aufgewacht bin und meinen erfahrungsgemäß nötigen Liter Cola getrunken hatte, ging es los. Ich wollte schon immer mal in die Markthalle, bisherviel gehört aber halt noch nichts gesehen. Joar. Da standen wir nun, mein halb ausnüchterndes Ich und mein fröhlicher Begleiter auf der Suche nach dem Käse unseres Lebens. Sehr sehr schnell im Eingangsbereich noch, stellte sich heraus, dass etwas nicht stimmt. Ein merkwürdiges Störgefühl, das erst wich, als ich das Datum vom iPhone mit dem Datum der Markttafel verglich. Ja, unser grandioser Ausflug war einen Tag zu früh. Egal, wenn wir schonmal unterwegs sind, machen wir das Bester daraus und Wochenmarkt kann auch schön sein. Außerdem sollte es abends mit Bergkäse gefüllte Rinderrouladen geben und einen Bergkäse sollte es doch auf dem Wochenmarkt geben. Und was es alles so gibt. Also diese Halle kann ich wirklich empfehlen. Ist wie grüne Woche, nur viel viel viel viel kleiner und naja, nicht nur im Januar :))) Das Bergkäse-Etappenziel war auch in sichtbarer Ferne. Ein Käsestand. Juhuuu, und das obwohl es nicht offiziell Käsemarktzeit war. Wir stellen uns also beim Käsestand an und ich frage mich immer noch, wie lange es üblicherweise dauert um 100 Gramm Käse zu kaufen. Die Minuten zogen sich wie zäher Schmelzkäse und verronnen wie alter Käse. Die Frau vor uns, hatte sich an dem Tag nämlich entweder vorgenommen endlich ihren Lieblingskäse wieder zu finden oder war eine geheime Reporterin, die sich ohne Geld durch die Welt schlagen muss. Jedenfalls ist es unglaublich langweilig zu warten und dem Grund des Wartens zu sehen zu müssen, wie quasi jeder nicht vakuumversiegelte Käse gekostet werden muss. Eine gewisse Erwartungshaltung stieg dann doch in mir auf, ob sie ihren Lieblingskäse jetzt endlich gefunden hat.
Wirklich erfolgreich waren aber weder die Frau noch die Käseverkäuferin noch der Käse.
Ich wollte gestern nicht mein Diplom in Geduld machen, ließ das Hässchen also stehen und machte mich auf die Suche nach einer rettenden Apfelschorle. Das Hässchen schaute dem hüpfenden Käse-junkie noch eine Weile geduldig zu, machte sein Geduld-Diplom mit Auszeichnung und brachte den ersehnten Käse mit.
Weil wir so einen Lauf hatten, bot es sich an, das Fleisch auch gleich zu kaufen. Also ab an den Fleischstand. Danke nochmal an den Fleischverkäufer, der gesehen hat wie verwirrt und überfordert die zwei Hässchen davor standen. Danke das du nichts gemacht hast, ich habe ne Menge dadurch gelernt.
Wieviel Fleisch kauft man für vier Rinder-Rouladen? Meine naive Antwort lautet: 4 Rinderrouladen bitte. Der Typ schaute uns an, ich schaute das Hässchen an, das Hässchen setzte an um das ganze irgendwie noch aufzuhalten (er wusste ja, dass wir keinen Karren für die halbe Kuh dabei hatten). Der Fleischmann schnitt also fröhlich 4 halbe Kühe von dem Stückfleisch und präsentierte uns die 21 Euro Fleischrechnung. Er schaute auch etwas enttäuscht, dass er kein Trinkgeld bekam. Fassungslos, regungslos und irgendwie über mich und die Welt verwundert gab ich ihm alles was ich noch hatte, Kleingeld. Dann nahmen wir unser Kilo Fleisch und zogen von dannen, Gefriertüten kaufen, wer isst das denn sonst alles :))))
Notiz an mich: Nein soviel Geld habe ich nicht sagen.... oder einfach merken, dass man für 4 normalkleine Rinderrouladen nur eine Scheibe braucht. Wenn wir die Scheibe so genommen hätten, das wäre doch niemals als Roulade in den Ofen gegangen. Mein Ofen hätte mich ausgelacht...naja, so hat mit der Gefrierschrank ausgelacht...Fleisch einfrieren...höhö
So, ich lese dann mal weiter was mit Travelling Jack so passiert. Stephen King und der andere Typ. Meine Ein-Euro Erwerbschaft "Der Talisman" vom Flohmarkt. Ich bin glücklich und zufrieden, dass ich nach Hyperion (Simmons) doch wieder etwas lesen kann, das mehr als 300 Seiten hat.
Sonntag, 4. November 2012
Sonntag, 28. Oktober 2012
Happy Birthday Berlin!
Juuhhuu, mein Lieblingsstadt, mein wunderbares und großartiges Berlin.
Vor neuneinhalb Jahren wurde die Stadt an der Spree mein zu Hause, mein Heim, mein Lieblingsort. Auch wenn hier Gehacktesklösschen Buletten heißen, Pfannkuchen keine Eierkuchen sondern Berliner sind - und man zu Kreppeln Berliner sagt.
Die raue Schale hat hier auch öfter mal einen harten Kern und du selbst musst schauen wer du bist, weil du sein kannst, wer du möchtest.
Eine Nacht vor ungefähr 10 Jahren: Oktober kalt, und endlich in Berlin angekommen. Zu Besuch bei den damaligen Schwiegereltern. Und dann einfach nur im Dunkeln durch die leuchtende Stadt im Auto fahren. Adieu Herz, hallo große Liebe! Mich packte es - und bis heute würde es mir das Herz brechten von hier wegzugehen. Mich hat Berlin gezwungen erwachsener zu werden und mutig.
Vor allem mutig.
Kein Ort um Angst zu haben auf andere Leute zu treffen. Kein Ort um sich zu verstecken. Ab hinaus in die Welt und diese große Stadt mit all ihren lauten Plätzen und kleinen Ecken, die manchmal wirken als wären sie nur für mich da. Die Stadt, in der man im Sommer in einem See baden kann, am Fluß vor einer märchenhaften Kulisse Salsa lernt. Bibliotheken und Museen ohne Ende, Kunst und Theater soweit und soviel das Auge reicht, jederzeit essen und kaufen was man möchte und immer unter dem wachsamen Kugelauge des Berliner Fernsehturm. Traditionen und Kultur, Altes weicht Neuem und vieles was sich standhaft behauptet.
Egal welche Musik, egal wie alt: Es gibt immer einen Club, immer ein Konzert.
Haruki Murakami kommt auch nicht nach Leinefelde um sein neues Buch vorzustellen, er kommt wenn überhaupt nach Berlin. Die Grüne Woche, Achterbahn auf dem Weihnachtsmarkt, Festival of Lights, Besuch von französischen Riesen und immer wieder etwas anderes, dass es wirklich einmalig macht. Die Nacht durchtanzen auf einem alten Flughafen und ein Flughafen, der nie fertig wird. Singen und beklatscht werden im Mauerpark und immer eine Gelegenheit englisch zu sprechen. Im Sommer gibt es immer ein Fest, immer ein Feuerwerk und im Winter murmelt sich die Stadt ein um im Frühling erwachen zu demonstrieren.
Nein, für mich bist du nicht zu groß, zu voll oder zu viel. In meiner Welt hast du, egal was ich mache und egal was ich will, immer eine Option parat. Du bist sooo groß, dass es mindestend zehn beste Burger der Stadt gibt, und immer noch Orte gibt, die ich nicht gesehen habe!
Ich bin verliebt, denn du bist mein wunderbar Berlin...
Vor neuneinhalb Jahren wurde die Stadt an der Spree mein zu Hause, mein Heim, mein Lieblingsort. Auch wenn hier Gehacktesklösschen Buletten heißen, Pfannkuchen keine Eierkuchen sondern Berliner sind - und man zu Kreppeln Berliner sagt.
Die raue Schale hat hier auch öfter mal einen harten Kern und du selbst musst schauen wer du bist, weil du sein kannst, wer du möchtest.
Eine Nacht vor ungefähr 10 Jahren: Oktober kalt, und endlich in Berlin angekommen. Zu Besuch bei den damaligen Schwiegereltern. Und dann einfach nur im Dunkeln durch die leuchtende Stadt im Auto fahren. Adieu Herz, hallo große Liebe! Mich packte es - und bis heute würde es mir das Herz brechten von hier wegzugehen. Mich hat Berlin gezwungen erwachsener zu werden und mutig.
Vor allem mutig.
Kein Ort um Angst zu haben auf andere Leute zu treffen. Kein Ort um sich zu verstecken. Ab hinaus in die Welt und diese große Stadt mit all ihren lauten Plätzen und kleinen Ecken, die manchmal wirken als wären sie nur für mich da. Die Stadt, in der man im Sommer in einem See baden kann, am Fluß vor einer märchenhaften Kulisse Salsa lernt. Bibliotheken und Museen ohne Ende, Kunst und Theater soweit und soviel das Auge reicht, jederzeit essen und kaufen was man möchte und immer unter dem wachsamen Kugelauge des Berliner Fernsehturm. Traditionen und Kultur, Altes weicht Neuem und vieles was sich standhaft behauptet.
Egal welche Musik, egal wie alt: Es gibt immer einen Club, immer ein Konzert.
Haruki Murakami kommt auch nicht nach Leinefelde um sein neues Buch vorzustellen, er kommt wenn überhaupt nach Berlin. Die Grüne Woche, Achterbahn auf dem Weihnachtsmarkt, Festival of Lights, Besuch von französischen Riesen und immer wieder etwas anderes, dass es wirklich einmalig macht. Die Nacht durchtanzen auf einem alten Flughafen und ein Flughafen, der nie fertig wird. Singen und beklatscht werden im Mauerpark und immer eine Gelegenheit englisch zu sprechen. Im Sommer gibt es immer ein Fest, immer ein Feuerwerk und im Winter murmelt sich die Stadt ein um im Frühling erwachen zu demonstrieren.
Nein, für mich bist du nicht zu groß, zu voll oder zu viel. In meiner Welt hast du, egal was ich mache und egal was ich will, immer eine Option parat. Du bist sooo groß, dass es mindestend zehn beste Burger der Stadt gibt, und immer noch Orte gibt, die ich nicht gesehen habe!
Ich bin verliebt, denn du bist mein wunderbar Berlin...
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Arbeit fressen Mädchen auf... Mädchen kneift Arbeit
Nein, hier passiert noch was. Ja, ich bin heute sogar eine halbe Stunde früher aufgestanden, damit etwas passiert.
Mir fehlt es zu schreiben, mir fehlt auch mein freihaben. Mir fehlt Pläne machen und einen fixen Punkt mit einem fixen Ziel. Welcome to Reality. Auf Arbeit ist immer noch ein großer Haufen und viel, aber die einzelnen Schichten werden langsam erkennbar und, wunderbarerweise, macht es mir wirklich Spaß. Die Arbeitszeiten pegeln sich ein und ich habe mich gut an alles gewöhnt. Ich freu mich morgens sogar zur Arbeit zu gehen.
Trotzdem ist dieser Herbst irgendwie ganz groß darin depressive Laune zu verbreiten. Egal wieviel Mühe sich die Bäume mit ihren bunten Blättern geben den Aufheiter-Baum zu spielen, Herbst macht nicht so bedingungslos froh, wie der Sommer es kann.
Ich wäre gerne mehr draußen, aber Arbeit und Herbst nehmen sich da an die Hand und versperren die Straße. Der Sommer und das Nichtstun stehen da, winken auf mich und das wars dann. Ich bin wirklich ein wenig zweigespalten was meine aktuelle Situation betrifft. Ich freu mich und genieße den Job, aber so richtig habe ich mich noch nicht von meinem Sommer gelöst, in dem ich alles tun und lassen konnte. Ich bin gespannt auf den Winter. und den Schnee. Der entschädigt mich persönlich für vieles.
Neulich hab ich mir bei itunes einfach so ein Album gekauft ohne zu wissen was drin ist. Super :-) Also weder reinhören oder was wissen, dass gilt für mich bei meinem persönlichen itunes Roulette sonst als schummeln. Naja, die Frage, wieviel Risiko dabei sein kann, sich aus den Top Neuerscheinungen oder Top Alben eines auszusuchen, stell ich jetzt mal nicht wie einen Elefanten in den Raum. Jedenfalls ist es Jeremiah Johnson (oder zu ähnlich, ich bin noch zu faul zu googlen oder ins Telefon zu schauen, seht es mir nach). Ich bin damit sehr zufrieden. Ein bissel Herbstmusik, ein bissel Spätsommer und alles traurig und fröhlich genug, dass man die Hoffnung nicht aufgeben muss. Bringt mich diese Woche schon drei Tage gut zur Arbeit. Wir sind Helden kann ich nach diesem Sommer nicht hören, wenn ich zur Arbeit gehe. Ich würde sonst einfach weitergehen, zum Ostbahnhof. Mich und meine Kreditkarte in den Zug setzen und dem Alltag flüchten. Wohin auch immer ist dann auch egal .-)
So, dann werde ich diesen müden Donnerstag mal zu einem fleißigen machen. Fallt nicht in eure schwarzen Löcher, die der Herbst so mitbringt. Reingucken: ja / Reinfallen: meinetwegen auch mal kurz, aber ja wieder rauskommen. Die Welt ist nämlich kein schwarzes Loch, auch wenn es uns das immer zuflüstert, damit es nicht mehr so alleine sein muss...
Mir fehlt es zu schreiben, mir fehlt auch mein freihaben. Mir fehlt Pläne machen und einen fixen Punkt mit einem fixen Ziel. Welcome to Reality. Auf Arbeit ist immer noch ein großer Haufen und viel, aber die einzelnen Schichten werden langsam erkennbar und, wunderbarerweise, macht es mir wirklich Spaß. Die Arbeitszeiten pegeln sich ein und ich habe mich gut an alles gewöhnt. Ich freu mich morgens sogar zur Arbeit zu gehen.
Trotzdem ist dieser Herbst irgendwie ganz groß darin depressive Laune zu verbreiten. Egal wieviel Mühe sich die Bäume mit ihren bunten Blättern geben den Aufheiter-Baum zu spielen, Herbst macht nicht so bedingungslos froh, wie der Sommer es kann.
Ich wäre gerne mehr draußen, aber Arbeit und Herbst nehmen sich da an die Hand und versperren die Straße. Der Sommer und das Nichtstun stehen da, winken auf mich und das wars dann. Ich bin wirklich ein wenig zweigespalten was meine aktuelle Situation betrifft. Ich freu mich und genieße den Job, aber so richtig habe ich mich noch nicht von meinem Sommer gelöst, in dem ich alles tun und lassen konnte. Ich bin gespannt auf den Winter. und den Schnee. Der entschädigt mich persönlich für vieles.
Neulich hab ich mir bei itunes einfach so ein Album gekauft ohne zu wissen was drin ist. Super :-) Also weder reinhören oder was wissen, dass gilt für mich bei meinem persönlichen itunes Roulette sonst als schummeln. Naja, die Frage, wieviel Risiko dabei sein kann, sich aus den Top Neuerscheinungen oder Top Alben eines auszusuchen, stell ich jetzt mal nicht wie einen Elefanten in den Raum. Jedenfalls ist es Jeremiah Johnson (oder zu ähnlich, ich bin noch zu faul zu googlen oder ins Telefon zu schauen, seht es mir nach). Ich bin damit sehr zufrieden. Ein bissel Herbstmusik, ein bissel Spätsommer und alles traurig und fröhlich genug, dass man die Hoffnung nicht aufgeben muss. Bringt mich diese Woche schon drei Tage gut zur Arbeit. Wir sind Helden kann ich nach diesem Sommer nicht hören, wenn ich zur Arbeit gehe. Ich würde sonst einfach weitergehen, zum Ostbahnhof. Mich und meine Kreditkarte in den Zug setzen und dem Alltag flüchten. Wohin auch immer ist dann auch egal .-)
So, dann werde ich diesen müden Donnerstag mal zu einem fleißigen machen. Fallt nicht in eure schwarzen Löcher, die der Herbst so mitbringt. Reingucken: ja / Reinfallen: meinetwegen auch mal kurz, aber ja wieder rauskommen. Die Welt ist nämlich kein schwarzes Loch, auch wenn es uns das immer zuflüstert, damit es nicht mehr so alleine sein muss...
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